Leinenführigkeit-Intensivkurs
Lockere Leine beginnt nicht an der Leine.
Du bist schon stehengeblieben, die Richtung gewechselt oder deinen Hund immer wieder zurückgeholt – und trotzdem ist die Leine spätestens dann wieder straff, wenn draußen etwas Spannendes passiert?
Dann fehlt deinem Hund möglicherweise nicht das Wissen darüber, wie lockeres Laufen funktioniert. Denn Ziehen beginnt häufig schon früher: Der Hund wird schneller, die Körperspannung steigt, die Aufmerksamkeit wandert immer stärker nach vorne oder die Erwartung ist schon beim Start des Spaziergangs sehr hoch.
Die gespannte Leine ist dann nur noch das sichtbare Ergebnis dessen, was vorher passiert ist. Genau dort setzt unser Intensivkurs an.
Nicht „Fuß laufen“, sondern gemeinsam unterwegs sein
Unser Ziel ist nicht, dass dein Hund während des gesamten Spaziergangs exakt neben deinem Bein läuft. Er darf sich innerhalb der Leinenlänge bewegen und seine Umwelt wahrnehmen.
Entscheidend ist vielmehr, dass Bewegung nicht permanent in Vorwärtsdrängen und Zug kippt und dein Hund auch bei zunehmender Ablenkung wieder ansprechbar bleibt.
1. Freiraum nutzen
Dein Hund darf sich innerhalb der Leinenlänge bewegen, schnüffeln und seine Umgebung wahrnehmen – ohne dauerhaft neben dir laufen zu müssen.
2. Veränderungen erkennen
Du lernst früher wahrzunehmen, wann Tempo, Körperspannung oder Aufmerksamkeit zunehmen und die lockere Leine zu kippen beginnt.
3. Orientierung geben
Du reagierst nicht erst auf die gespannte Leine, sondern hilfst deinem Hund frühzeitig, wieder ins gemeinsame Unterwegssein zu finden.
Nicht jeder Hund zieht aus demselben Grund
Leinenführigkeit ist für uns keine einzelne Technik, die bei jedem Hund und in jeder Situation gleich angewendet wird.
Wir schauen deshalb darauf, wann und warum dein Hund ins Ziehen kommt. Wird er immer schneller? Verliert er bei bestimmten Reizen die Orientierung? Startet er schon mit hoher Erwartung in den Spaziergang? Oder fällt ihm das lockere Laufen vor allem dann schwer, wenn die Umgebung besonders spannend wird?
Du lernst verschiedene Möglichkeiten kennen und vor allem, zunehmend selbst einzuschätzen, wann du eingreifen solltest und wann dein Hund eine Situation bereits gut bewältigt.
Das Ziel ist nicht, nach vier Terminen eine Methode möglichst exakt auszuführen. Du sollst deinen Hund besser lesen und selbstständiger entscheiden können, was in der jeweiligen Situation hilfreich ist.
Vom geschützten Training in den echten Alltag
Die Grundlagen erarbeiten wir zunächst in einem kontrollierten Rahmen. Dort können wir Schwierigkeit, Ablenkung und Trainingssituation passend zu den einzelnen Teams gestalten.
Beim letzten Termin verlassen wir bewusst den Trainingsplatz und übertragen das Gelernte in den öffentlichen Raum. Dort lässt sich nicht vorhersehen, was als Nächstes auftaucht: andere Hunde, Fahrräder, Jogger, Menschen, Geräusche oder interessante Gerüche.
Jetzt geht es nicht mehr darum, eine vorbereitete Übung möglichst korrekt auszuführen, sondern das Gelernte unter realen Bedingungen sinnvoll einzusetzen.
Perfektion ist dabei nicht das Ziel. Entscheidend ist, dass du früher erkennst, was gerade passiert, und nicht erst reagieren musst, wenn dein Hund bereits mit voller Kraft in der Leine hängt.
Wenn ihr das Gelernte später unter wechselnden Alltagsbedingungen weiter festigen möchtet, kann unser Alltagstraining der nächste Schritt für euch sein.
Wenn dein Hund in einer Gruppe noch nicht sinnvoll lernen kann oder ihr zunächst individuell an den Ursachen des Ziehens arbeiten möchtet, kann unser Einzeltraining der passendere Einstieg sein.
Nächster Leinenführigkeit-Intensivkurs
Start
2027
Umfang
4 Termine
Dauer
ca. 60 Minuten je Termin
Teilnehmer
max. 6 Mensch-Hund-Teams
Ort
Trainingsplatz in Maisach
Abschlusstermin im öffentlichen Raum
Kursgebühr
140 €
Du möchtest beim nächsten Leinenführigkeit-Intensivkurs dabei sein?
Dann melde dich bei uns. Wir beantworten offene Fragen und schauen gemeinsam, ob der Kurs zu euch und eurem aktuellen Trainingsstand passt.

